Perfect Chemistry.

Montag, April 16

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"Brittany Ellis", sagt Mrs Peterson und deutet auf den Tisch hinter Colin. Ich nehme ohne große Begeisterung auf dem Stuhl an dem mir zugewiesenen Labortisch Platz. "Alejandro Fuentes", sagt Mrs Peterson und zeigt auf dem Stuhl neben meinem.

Jeden anderen hätte Brittany Ellis, wohlbehütete Beauty Queen und unangefochtene Nr. 1 an der Schule, lieber als Chemiepartner gehabt als Alex Fuentes, den zugegebenermaßen attraktiven Leader einer Gang. Und auch Alex weiß: eine explosivere Mischung als ihn und die reiche »Miss Perfecta« kann es kaum geben. Dennoch wettet er mit seinen Freunden: Binnen 14 Tagen wird es ihm gelingen, die schöne Brittany zu verführen. Womit keiner gerechnet hat: Dass aus dem gefährlichen Spiel alsbald gefährlicher Ernst wird, denn Brittany und Alex verlieben sich mit Haut und Haaren ineinander. Das aber kann die Gang, der Alex angehört, nicht zulassen …

Nach dieser Beschreibung, dem Cover und vor allem dem deutschen Titel hatte ich schon Angst vor lauter Geschnulze und kitschigen Klischees einzuschlafen, sollte ich erst einmal anfangen zu lesen. Das klang für mich, wie eine Anreihung langweiliger und vorhersehbarer Szenen, mit nicht auszuhaltendem Gesülze. Zum Glück habe ich aber auf eine gute Freundin vertraut und mir das Buch von ihr ausgeliehen.

Es hat mir nämlich gefallen. Vor allem die Beweggründe der beiden Protagonisten fand' ich gut durchdacht und sehr passend: Brittanys schwer behinderte Schwester, derentwegen die Mutter verlangt, dass wenigstens eine ihrer Töchter perfekt wirkt und Alex, der nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters alles daran setzt seine Familie vor den Gangs zu beschützen, allerdings keinen anderen Ausweg sieht als selbst einer solchen beizutreten. An der einen oder anderen Stelle wirkten diese dramatischen Hintergründeein klein wenig aufgesetzt, aber insgesamt hat mich das alles überzeugt.

Wenn die Geschichte nicht aus den Sichtweisen beider Charaktere geschrieben gewesen wäre, hätten viele Dinge eigenartig und sehr gewollt gewirkt, so aber, war das genau die richtige Mischung aus Alex' und Brittanys Ansichten der verschiedenen Geschehnisse. An einigen Stellen hat es dazu beigetragen, sich als Leser an den Kopf zu greifen, weil man ja weiß, was in den Köpfen der beiden vorgeht, während einer von beiden völlig auf dem Holzweg ist.

Natürlich darf ich nicht vergessen, die Liebesgeschichte der beiden zu erwähnen, die ja schließlich den eigentlichen Handlungsstrang bildet. Hierzu kann ich nur sagen, dass es Elkeles gelungen ist, ein zugleich witziges, romantisches aber auch irgendwie "anderes" Paar zu erfinden, bei dem es mir jedes Mal Spaß gemacht hat,"zuzuschauen", wie die beiden miteinander umgehen und sich näher kommen.

Auch wenn der Roman sehr vorhersehbar war und einige Längen hatte, bin ich doch überzeugt und empfehle ihn gerne als nette Zwischendurchunterhaltung  weiter. Ich freue mich schon sehr auf die beiden nachfolgenden Bände, in denen es um Alex Brüder geht.  Sechs Triads.

3 Heart(s):

Tanja Nicole hat gesagt…

du hast einen tollen blog :)

http://tanja-nicole.blogspot.de/

Laura hat gesagt…

Uii. Du stellt hier nur Bücker vor? Das ist ja super. Dann weiß ich, wo ich hingehen muss, wenn ich mal wieder einen Bücher Tipp brauche. :)

tobi hat gesagt…

danke du bücherwurm :D

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